Stimmtherapie

Störungen der Stimmfunktion

kann die Sprechstimme (Dysphonie) betreffen, aber auch die Singstimme (Dysodie). Beide werden zwar mit denselben Organen ausgeführt, sind aber u.a. durch eine unterschiedliche Steuerung, durch unterschiedliche Zielstellungen und durch unterschiedliche didaktische Bedingungen bestimmt. Insofern muss man zwischen Sprech- und Singstimmtherapie deutlich unterscheiden. Die Therapie von Sprechstimmstörungen wird von speziell ausgebildeten Therapeuten behandelt wie z.B. Logopäden,  Atem-, Sprech- und Stimmlehrern  und  Klinischen Diplom-Sprechwissenchaftlern. Dagegen gibt es speziell ausgebildete Singstimmtherapeuten im Grunde genommen nicht. Im seltenen Idealfall verfügt  ein Stimmtherapeut (Logopäde) auch über eine gesangliche und vor allem gesangsdidaktische Ausbildung.

Auf Grund meiner Mehrfachqualifikationen auf den Gebieten Gesangspädagogik, Klinische Sprechwissenschaft und Logopädie konnte ich in den vergangenen Jahrzehnten sowohl zahlreiche Sprechstimmstörungen (vor allem LehrerInnen, ErzieherInnen, Vortragende usw.)  als auch Singstimmstörungen mit nachhaltigem Erfolg therapieren. Die Singstimmtherapie betrifft sowohl Stimmen aus dem gehobenen Laienbereich als auch Berufssänger.

Stimmtherapeutisches Konzept

Grundsätzlich arbeite ich nach den modernsten lernpsychologischen Erkenntnissen der höheren Nerventätigkeit im Rahmen einer konsequent funktionslogischen Stimmentwicklung. Es geht  dabei nicht um ein „Verbessern“  der fehlerhaften alten Stimmfunktion, das hat selten nachhaltige Erfolge erbracht. Besser ist es aus lernpsychologischer Sicht, im Unterricht quasi „eine neue Stimme“ zu erlernen und die diesbezüglichen Nervenverbindungen so zu festigen, dass  sie in der Alltagsbelastung sicher angewendet werden können und sich somit die alten Muster lösen (siehe mein Lehrbuch „Stimmbildung“, Wißner-Verlag Augsburg 2015, S. 141 ff). Dadurch kann die Gefahr eines Rückfalls in alte Fehler unter Alltagsbelastungen weitgehend vermieden werden.

Man kennt dies auch von großen Sängern, die an einem bestimmten Punkt ihrer Karriere feststellen mussten, dass mit ihrer Stimme etwas nicht stimmt. Nachhaltig erfolgreich in der Funktionsumstellung waren sie immer dann, wenn sie eine relativ lange Pause einlegten, in der sie mit einem Lehrer  die neue Stimmfunktion konsequent aufbauten und nicht eher wieder auf die Bühne zurückgingen, bis die neue Funktion absolut gefestigt war. Dieses Prinzip liegt im Grunde genommen auch nahezu allen anderen motorischen bzw. psychomotorischen Übungsprozessen (Instrumentalspiel, Sport u.a.) zugrunde.

  • Erstberatung und Analyse, nach der die weiteren Möglichkeiten der Abhilfe besprochen werden können.
  • Therapie von Sprech- oder Singstimmstörungen auf ärztliche Verordnung (privat)
  • vorbeugender sprecherzieherisch-therapeutischer Unterricht

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