Stimmtherapie

Störungen der Stimmfunktion

kann die Sprechstimme (Dysphonie) betreffen, aber auch die Singstimme (Dysodie). Beide werden zwar mit denselben Organen ausgeführt, sind aber u. a. durch eine unterschiedliche nervale Steuerung, durch unterschiedliche Zielstellungen und durch unterschiedliche didaktische Bedingungen bestimmt. Insofern muss man zwischen Sprech- und Singstimmtherapie deutlich unterscheiden. Die Therapie von Sprechstimmstörungen wird von speziell ausgebildeten Therapeuten behandelt wie z.B. Logopäden,  Atem-, Sprech- und Stimmlehrern  und  Klinischen Diplom-Sprechwissenchaftlern. Dagegen gibt es speziell ausgebildete Singstimmtherapeuten im Grunde genommen nicht. Im seltenen Idealfall verfügt  ein Stimmtherapeut (z. B. ein Logopäde) auch über eine ausführliche gesangliche und vor allem gesangsdidaktische Ausbildung.

Stimmtherapeutisches Konzept

Grundsätzlich Arbeit nach den modernsten lernpsychologischen Erkenntnissen der höheren Nerventätigkeit im Rahmen einer konsequent funktionslogischen Stimmentwicklung. Es geht  dabei nicht um ein „Verbessern“  einer vorhandenen  fehlerhaften  Stimmfunktion, das hat selten nachhaltige Erfolge erbracht. Besser ist es aus lernpsychologischer Sicht, im Unterricht quasi „eine neue Stimme“ zu erlernen und die diesbezüglichen Nervenverbindungen so zu festigen, dass  sie in der Alltagsbelastung sicher angewendet werden können und sich somit die alten Muster lösen (siehe Pezenburg: Lehrbuch „Stimmbildung“, Wißner-Verlag Augsburg 2015, S. 141 ff). Dadurch kann die Gefahr eines Rückfalls in alte Fehler unter Alltagsbelastungen weitgehend vermieden werden.

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